Beiträge von e-crissel

    Tornhoof

    Das deckt sich mit meiner ersten kleinen Recherche.

    Ich habe bisher verschiedene Dokumente im Netz (Datenblätter, Configuration Manuals, etc.) gefunden, die das bestätigen.

    Alpitronic rüstet die Säulen modular entweder mit 50kW, oder 75kW Stacks aus. Heißt, bei einer 100er Säule sind zwei 50kW Stacks verbaut, bei einer 300er Säule maximal vier 75kW Stacks.

    Aber was mir nicht bewusst war, das man auch eine HYC 300 bestellen kann und diese z.B. auch nur mit zwei 75 Stacks ausrüsten kann, was zusammen dann „nur“ 150kW ergeben.

    Wenn aber Aral Pulse die Säulen labelt und 300kW angibt, sollten diese auch drin sein.

    Wie die einzelnen Stacks nun angesteuert und verteilt werden, das ist ja nun das was uns Nutzer interessiert, kann ich abschließend noch nicht genau sagen.

    In einem Configurations Manual für die HYC 50, 200 und 400 stand drin, dass bei Nutzung zweier Ladepunkte die Last 50:50 aufgeteilt wird.

    Im gleichen Dokument stand, dass wenn die Säule im First Come, first served Modus betrieben wird, der erste Nutzer die volle Ladeleistung bekommt und der zweite bekommt nichts.

    Das widerspricht dem, was die KI dazu sagte.

    Ich bin mit meiner Recherche noch am Anfang und leider untersagt Alptronic in seinen Dokumenten die unautorisierte Veröffentlichung, auch in Auszügen. Deshalb werde ich keine Zitate und auch keine links zu den Dokumenten posten und hier nur eine Zusammenfassung geben.

    Wenn ihr dies nachschlagen wollt, so findet ihr diese Dokumente relativ schnell im Netz.

    Ich werde noch ein klein wenig weiter recherchieren und hier berichten. Ich hoffe noch etwas zur Dynamischen Lastverteilung zu finden.

    Unterm Strich würde ich aber jetzt schon sagen, das es für uns beim Laden eine Wundertüte bleibt.

    Edit: Bestätigen kann ich auch noch, dass die die Ladeleistung begrenzt werden kann (wenn z.B. der Netzanschluss nicht ausreicht. Aber das hatten wir ja auch zuvor schon angenommen.

    Und es gibt noch einen Silentmode.

    Dieser kann wie bei einer Zeitschaltuhr programmiert werden und die Ladeleistung so regeln, dass die Lüfter zu einer bestimmten Zeit nur mit einer festgelegten Lautstärke (dB) laufen.

    rainmaker

    Naja, verstehen würde ich es schon ganz gerne, das liegt wohl auch meiner leicht zwanghaften Ader. 😉

    Zumal es mich interessiert, ob es jetzt an den Alpitronicsäulen Zufall oder Standard ist.

    Wenn es Standard ist, werde ich es in Zukunft auf Teufel-Komm-Raus es vermeiden, eine Ladesäule mit jemanden zu teilen. Oder, wie Hajodus schrieb, wenn die Säule frei wird, abstecken und neu starten, damit hoffentlich mehr Ladeleistung zur Verfügung steht

    Und da ich nur ab und zu auf Langstrecke unterwegs bin und ich dann auf einen Feldversuch keine Lust habe, bleibt mir wohl nur die Theorie.

    rainmaker

    Ich kann deine Ausführungen schon nachvollziehen und sie erscheinen mir auch logisch zu sein.

    Nur die KI betont beim Faire Share ausdrückliche eine „ständige“ Überprüfung und Anpassung der Leistung. Alpitronic bietet diese Infos wohl in ihren technischen Dokumenten an.

    Mal sehen, ob ich diese in einer stillen Stunde mal durchforste.

    Ich habe auf die Schnelle mal ein wenig die KI bemüht.

    Alpitronic verwendet wohl in den Säulen 75kW Module, die separat angesteuert werden können.

    Zusammengefasst scheint Alpitronic dem Ladeparkbetreiber mehrere Optionen für die Säulen anzubieten.

    1. First come, first served

    Der erste Nutzer erhält die maximale Leistung, der zweite nur den Rest. Alpitronic bezeichnet diese Einstellung als nicht fair.

    2. Equal Distribution - Faire Share (empfohlen)

    Die Säule prüft permanent die Anforderungen der Autos und regelt dementsprechend die Leistung. Soll heißen, ein Wagen benötigt aufgrund des SOC weniger Leistung, dann wird diese dem anderen Wagen zur Verfügung gestellt. Bzw. das nächste Modul dem anderen Wagen zur Verfügung gestellt.

    3. Symmetrische Aufteilung

    Der Ladeparkbetreiber kann das max. Limit der Säulen festlegen.

    Z.B. bei Limitierung durch den Netzanschluss.


    (Aufzählung nicht abschließend)


    Alle Angaben der KI ohne Gewähr. Ich hatte noch keine Zeit diese überprüfen.

    Aber ein "der andere steckt ab und ich kriege damit automatisch wieder mehr Strom"... scheint mir technisch fragwürdig aufgrund der initialen Aushandlung der max. Leistung.

    Es bleibt die Frage, ob es überhaupt ausgehandelt wird?

    In meinem 2.Fall hatte die Säule im Display direkt nur 100kW am 2.CCS angezeigt bzw. angeboten. Da war der EV3 noch gar nicht angeschlossen und somit wurde nichts ausgehandelt.

    Die Säule hatte also von sich aus die Ladeleistung festgelegt.

    Ich gehe also davon aus, dass der EV6, der bereits dort lud, zuvor die max. theoretischen 300kW hatte nutzen können.

    Nun kommt ein zweiter Nutzer, authentifiziert sich, die Säule teilt die Leistung von sich aus auf 200kW zu 100kW auf. Dann steckt der 200er Nutzer ab und die Säule kann dann nicht von sich aus dem zweiten Nutzer (100kW) die volle Ladeleistung anbieten?

    Würde heißen downgraden geht selbstständig, aber upgraden geht nicht selbständig?

    Logisch wäre für mich, ein Nutzer volle Leistung der Säule, zwei Nutzer je halbe Leistung.

    Und wenn die Säule die Ladegeschwindigkeit des jeweiligen Autos berücksichtigt und die Ladeleistung aushandelt, worauf bezieht sie sich? Auf den generellen maximalen Peak (z.B.EV3 128kW) oder auf den gerade möglichen Peak, abhängig von SOC und Temperatur?

    Man, man, man. Da soll man den Überblick behalten.

    Frei nach den Fanta4 „… es könnt‘ alles so einfach sein, isses aber nicht..“

    Aber mal ganz ehrlich.... ist das nicht jammern auf hohem Niveau? Wir sind schon sehr verwöhnt von der heutigen Technik.

    Das stimmt schon, ist im Vergleich zu Früher schon Jammern auf hohem Niveau.

    Aber heutzutage, wo (fast) alles digitalisiert ist und die Datenströme weltweit (dank KI) durch die Decke gehen, kann es doch nicht daran scheitern.

    Für mich wieder so ein Beispiel für eine unvollkommene technische Umsetzung.

    Und wie erklärt man das Otto-Normalverbrenner, der Umsteigen will und sich nicht mit der Technik und deren Umsetzung auseinandersetzen kann und will?

    Das Lastmanagement ist doch keine Raketenwissenschaft, das muss doch anders zu regeln sein. Oder erwarte ich da zu viel?

    rainmaker

    Würde bedeuten, kurz vor mir steckt ein Porsche Taycan an und zieht etwa 270kW.

    Dann komme ich und stecke an. Was kriege ich dann, 30kW?

    Das wäre aber nicht im Sinne des Erfinders.

    Oder regelt er dann auf 2/3 zu 1/3 runter? Und warum bekommen ich dann, wie in meinem ersten Fall, 89KW oder teilweise sogar weniger (75kW)?

    Ich hatte neulich bei Aral Pulse auch reduzierte DC Ladeleistungen an Alpitronic HYC 300 Säulen.

    (Akku war jeweils vorkonditioniert, Ladestand des EV3 jeweils unter 20%)


    Ladestopp Nr1.

    Standort mit 2 Alpitronic HYC 300kW Säulen, alle 4 Ladepunkte waren belegt.

    Die Ladeleistung beim EV3 lag bei max. 89kW (schwankend).

    Auch nachdem mein „Porsche-Nachbar“ abgesteckt hatte, änderte sich die Ladeleistung nicht.

    Kurz darauf steckte ein Nissan Leaf Fahrer an und bekam 70kW. Ich bekam, wie gesagt, max 89kW.



    Ladestopp Nr2.

    Standort mit 4 Alpitronic HYC 300kW Säulen.

    Bei Ankunft waren 3 Säulen jeweils mit einem Ladepunkt belegt.

    1 Säule war komplett frei (hatte ich zunächst aber übersehen).

    Ich bin also an eine bereits genutzte Säule rangefahren. Dort lud ein EV6. Und bereits vor dem Anstecken stand auf dem Display: Ladeleistung für den freien CCS Stecker 100kW. 🤔???

    Nach dem Anstecken lud der EV3 tatsächlich mit knapp 100kW.

    Dann hatte ich die freie Säule entdeckt, umgeparkt und die vollen 128kW bekommen.


    Da der Porsche und der EV6 schneller laden können, könnte das Lastmanagement eine 2/3 zu 1/3 Aufteilung vorgenommen haben, was den angezeigten 100kW an der einen Säule entsprechen würde.

    Leider hatte ich nicht aufs die Displays geschaut, wie die Ladeleistung beim Porsche und beim EV6 aussah.

    Aber wenn dem so wäre, warum ging beim 1. Stopp die Ladeleistung beim EV3 nicht nach oben, als der Porschefahrer abgesteckt hatte?


    Bleibt also die Frage, wie wird das Lastmanagement im jeweiligen Ladepark und an den Säulen gehandhabt?


    Geht mir ähnlich. Zudem kommt noch, dass bei diesem Abstand ständig jemand vor mir einschert.

    Wenn jetzt noch der Tempomat aktiv ist, will dieser automatisch den kleiner gewordenen Abstand wieder vergrößern und reduziert deshalb leicht die Geschwindigkeit.

    Es ist halt nicht so einfach, im „No-Tempolimit-Land“, im Verkehr mitzuschwimmen. Zumindest wenn man den Sicherheitsabstand einhalten will. Bleibt eigentlich nur, den Abstand dauerhaft zu verkleinern.