Beiträge von e-crissel

    Gestern dann mal was ganz neues: Auto war an der heimischen Wallbox angeschlossen. 20 Minuten vor Abfahrt dachte ich, es wäre bei -5 Grad nicht schlecht vorzukonditionieren (Remote) und 5 Minuten vor Abfahrt auch den Innenraum schön mollig warm vorzubereiten. Das Ersteres nicht nötig ist, habe ich mir mittlerweile erklären lassen.

    Beim Einsteigen war das Auto bereits an - das ist mir schon paar mal aufgefallen; ich finde das befremdlich, hab mir aber bislang noch keine Gedanken dazu gemacht. Ich hab die Belüftung, die noch auf Hochtouren lief, manuell abgeschaltet und wollte dann das Ladekabel abmachen. Und dieses Vorhaben dauerte dann rund 30 Minuten:

    Moin,

    ich hatte das Problem auch schon.

    Gleiches Setting. Wagen lud an der Wallbox, Klimatisierung Innenraum per App gestartet. Zum Wagen gegangen und die Tür geöffnet und reingesetzt. Der Wagen startete von selbst (wie gewohnt bei aktivierter Innenraumklimatisierung). Wollte dann den Wagen ausschalten und den Ladestecker entfernen.

    Aber wie Ally beschrieben hat, nichts ging mehr. Der Ladestecker lies sich nicht entriegeln (und ja, ich kenne die Prozedur zum entriegeln des Ladesteckers).

    Der Wagen reagierte nicht. Nicht auf den Schlüssel und nicht auf den Startknopf.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war bei mir die Lösung, dass ich ein Fenster geöffnet habe, mit dem Schlüssel Ausstieg und dann den Wagen durch das offene Fenster verriegelt habe (Taste am Türgriff).
    Ob ich den Wagen dann durch das geöffnete Fenster ausschalten konnte weiß ich nicht mehr.

    Ich konnte dann aber über den Schlüssel den Wagen entriegel und somit den Stecker freigeben.

    Ursache? keine Ahnung.

    Habe es bisher aber auch nicht noch einmal mit diesem Setting (Laden, vorklimatisieren, reinsetzten und Wagen startet) probiert.

    Gruß e-crissel

    Also mit GT-Line hast du ja dann den großen Akku, oder?

    Heute morgen bei gleicher Temperatur hat unserer dann mit 3x16A geladen (gestern ja nur 3x7,2A).
    Scheint wohl durch die 130km lange Fahrt aufgewärmt zu sein. Also nix kaputt.
    Ich glaube Kia ist der einzige Hersteller, der so einen Quatsch maht :(

    Mmm 🤔

    Es gibt aber Berichte von Fahrzeugen (inklusive meinem Wagen), die laden problemlos bei Temperaturen um die 0°C.

    Wenn das softwareseitig geregelt sein soll, müsste das aber alle EV3s betreffen.

    Ich kann mir da keinen Reim drauf machen.

    Ich habe an drei Tagen, dreimal bei 1°C an einer öffentlichen AC Säule geladen und der Wagen hat jedesmal 10,8kW gezogen.

    Der Wagen stand zuvor jeweils die ganze Nacht draußen.


    Ich habe jetzt nicht alle Posts gelesen.

    Gibt es auch Berichte von Ladeproblemen bei Kälte mit dem 81,4kWh Akku.?

    Könnte es die nur beim 58kWh geben?

    So oder so, erklären kann ich mir die Ladeproblemen nicht.

    Danke dir.

    Bedeutet in Deinem Fall bei einem Start SOC von 100% im Sommer eine Gesamtreichweite von 600km und im Winter von 352km.

    Eine Strecke hin- und zurück zu den Kindern/Enkelkindern sind 150 km. Im Sommer haben wir 16%, bei den aktuellen Temperaturen 26%, die vom Füllstand abgehen. Macht nach meiner "hochwissenschaftlichen" Berechnungsmethode also im Idealfall (Hin-und Rückfahrt im Hellen, BAB 130km/h, bei rund 20°C und "nur" Klima) rund 12,8kw, und im Winterbetrieb (Max 120 km/h! Hinfahrt mit Klima, Sitzheizung - Rückfahrt mit Licht, Klima, Sitz- und Lenkradheizung) rund 21kw, die vom Füllstand der Batterie benötigt werden. Ergebnis für mich: Mit 80% kommen wir locker hin und zurück. Der Füllstand der Batterie liegt dann bei Ankunft zu Hause immer zwischen 20 und 25%.

    Entschuldige bitte, aber ich habe Deine Berechnungen/Erläuterungen nicht ganz verstanden.

    Du fährst eine Strecke von 150km (vermutlich Autobahn?) und hast im Sommer 16% und im Winter 26% des Akkus Verbraucht. Richtig? Das wären aber richtig krasse Verbräuche?!


    Jetzt machst du einen Sprung zum Autobahntempo von 130km/h im Sommer und 120km/h im Winter. Und sprichst von 12,8kWh und 21kWh Verbrauch. Auf 100km oder auf die 150km Distanz?

    Wenn 21kWh der Verbrauch auf 100km wäre, wären das 26,9% vom Gesamtakku (78kWh Netto). Entspricht bei 150km gefahrener Strecke einem Verbrauch von 40,35%. Bedeutet mit 80% gestartet und mit 39,65% angekommen.

    Oder wie hast du das gemeint? Oder habe ich da was völlig falsches gerechnet?

    Könnest du mir bitte das nochmal näher erklären. Ich würde es gerne verstehen.

    Wenn sich jemand für den EV3 oder für ein anderes BEV interessiert, sollte er sich im Vorfeld einige Gedanken zur Nutzung machen und sich vom Verbrennerdenken verabschieden.

    1. Wann brauche ich welche Reichweite (am Stück) und wie oft? Dementsprechend ergibt sich daraus die Bauform/Verbrauch (SUV oder Limousinen) und die Akkugröße

    2. Wo kann ich im Alltag laden und zu welchem Preis?

    Zu Hause laden ist praktisch und günstig. Öffentliches Laden ist teuer und unpraktisch (aber dafür kann das BEV nichts)

    3. Was kostest mich das BEV in der Anschaffung und im kompletten Unterhalt.

    4. Generell sollte ich mich mit der Technik und den daraus resultierenden Veränderung auseinandersetzen. Stichworte sind: Verbrauch Sommer-Winter oder Stadtverkehr-Autobahn, Laden etc.


    Ein BEV zu fahren bedeutet Veränderung. Zumindest mit dem Stand der heutigen Batterietechnik.

    Und ich bin der Meinung, dass ich die 389km am Stück mit dem EV3 auch im Winter schaffen kann, wenn ich bereit bin die Geschwindigkeit anzupassen. Zur Not auch mal auf Tempo 100km/h oder 110km/h. Oder ich muss halt Zwischenladen.

    Wer das nicht möchte oder kann, für den ist der EV3 nichts.

    Ich habe geschrieben es fühlt sich für mich an wie Betrug und das empfinde ich eben so, denn ich hätte das Auto nie genommen, wenn ich gewusst hätte, dass da im Winter bei 100% Ladung weniger als 300km Reichweite stehen.

    Nochmal zur Anzeige der Reichweite. Diese errechnet sich durch den Verbrauch auf den letzten gefahrenen Kilometern.

    Extrembeispiel: Fahre ich den Großglockner hoch und bin oben angekommen, steht dort eine katastrophale Restreichweite.

    Oder anderes Beispiel, meine Frau ist gestern bei leichten Minusgraden zweimal eine Strecke von jeweils 100km (überwiegend Autobahn) gefahren und hat 39% der Akkuladung verbraucht. Jetzt stehen im Schätzeisen noch 320 km Reichweite beim SOC von 55%.

    Wenn ich jetzt diese Strecke fahre, ändert sich diese Anzeige ganz schnell, da ich nicht, wie meine Frau, Tempo 100 auf der Autobahn fahre.

    Es ist halt alles individuell. Wenn du in deinem Alltag die 300km nicht schaffst, ist das sicher ärgerlich, vor allem wenn du etwas anderes erwartest hast. Deine Angaben sind sicherlich hier für andere User nützlich, die einen ähnlichen Anwendungsfall haben.

    Es ist gut, dass wir hier alles zusammentragen, damit es jeder für seinen Anwendungsfall einordnen kann.

    Hier nimmt niemand eine Verteidigungshaltung ein. Und wie du sagtest, berichtet jeder von seinen Erfahrungen und seinen Alltagsbedingungen. Und diese sind natürlich nicht 1:1 auf die Anwendungsbedingungen anderer anwendbar. Jeder muss halt für sich schauen, was er braucht und was er bekommt.

    Mir ging es um die Aussage Betrug im Kontext zum WLTP. Daher auch der Vergleich zum Verbrenner im Stadtverkehr. Und 9-11 Liter Verbrauch auf 100 km sind je nach Fahrzeug, Wetterbedingung und vor allem Topographie sehr wohl möglich. Im Bergischen Land oder in der Eifel geht es immer nur bergauf und bergab. Da sind solche Verbräuche möglich.

    Auch dieses Extrembeispiel sollte verdeutlichen, dass das nichts mit dem WLTP Angaben zu tun hat, genau so wenig, wie der Autobahnverbrauch eines BEV im Winter.

    Wie gesagt, ich empfinde die Wortwahl Betrug hier als nicht angemessen.

    Hier informieren sich bestimmt einige elektrische Neueinsteiger und die sollten den Zusammenhang von WLTP und elektrische Reichweite richtig einordnen können.

    Der WLTP ist wie gesagt ein Testzyklus unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand für 30 Minuten auf 23km.

    Und dieser Test dient nur dem Vergleich der Fahrzeuge untereinander.

    Diese Verbräuche können nicht 1:1 auf alle Alltagssituationen angewendet werden, wie dein und mein Beispiel zeigt.

    In meinen Augen ganz klar ja und a) wird es das so nicht geben, besonders beim Diesel nicht und b) wohne ich nicht im Bergischen Land sondern in der Münchner Schotterebene und es ist dort topfeben.

    Was wird es bei a) mit dem Diesel so nicht geben?

    Und b), ja DU wohnst in der Ebene, aber nicht alle. Und du berichtest von deinen Alltagserfahrungen.

    Ich z.B. wohne auch in der Ebene. Und alle meine Verbrenner hatten im Stadtverkehr deutlich mehr verbraucht.

    Und du sprichst von DEINEM Alltag. Wenn du jetzt eine Autobahnfahrt im Winter als deinen Alltag bezeichnest, hat dies nichts mit den Testbedingungen des WLTP zu tun, die auf einem Rollenprüfstand stattfinden und einen Mix aus Stadt, Land und Autobahn simulieren. Und das bei 23°C (Zusatztest bei 14°C).


    Hier mal meine Alltagswerte von meinem EV3.

    - seit Mai 14575km

    - davon mindesten 6000 Autobahnkilometer

    - Ladeverhältnis 75% AC und 25% DC

    - Verbrauch inklusive Ladeverluste 18,36kWh/100km

    - Stromkosten 916,25€

    - macht 6,11€ auf 100km

    Das ist mein Alltag und damit bin ich voll zufrieden.

    Und nebenbei, um dem Thema des Threads gerecht zu werden, plane ich im Winter bei vollem Akku auf der Autobahn mit etwa 350-400km Reichweite (abhängig von den typischen Faktoren). Ist natürlich nur ein Schätzwert.

    Die Reichweitenanzeige im Auto ist aber auch nur ein Schätzwert. Wird nicht ohne Grund allgemein nur als GOM (guess-o-Meter) bezeichnet.