Stichwort Berge:
Ich wohne ja mitten zwischen den "Kassler Bergen", und wenn ich irgendwo hin will, geht's fast immer über das Hattenbacher Dreieck und den Rimberg.
Da ist es schon deutlich sichtbar, dass die Berge einem gerne mal 2 kWh extra pro 100km ziehen - trotz Rekuperation oder gerade deswegen.
Ich denke, der Punkt ist ja nicht nur, dass man die Berge mit viel Strom rauf kommen muss, sondern die Frage ist auch, wo diese potentielle Energie dann hin geht.
Und hier wird es interessant.
Denn Rekuperation ist niemals so effizient wie den Strom gar nicht erst zu investieren. Man bekommt im besten Fall vielleicht 50% zurück.
Das heißt: Alle, was ich den Berg runter nicht wegrekuperieren muss, steht in der Energiebilanz besser da.
Wenn man mit Reku Stufe 0 den Berg runtersegelt statt mit dem Tempomat auf 100 km/h sagen wir 10 kW Leistung in die Rekuperation zu stecken, wird man etwas schneller. Den Schwung kann man mitnehmen. Natürlich ist eine höhere Geschwindigkeit auch immer wieder mit Verlusten durch den wachsenden Luftwiderstand verbunden. Das ist die Crux und müsste berechnet werden, wo der point of break even ist.
Rekuperation ist immer besser als Bremsen - aber immer schlechter als segeln lassen.
Hat sich schon mal jemand hingesetzt und das richtig nachvollziehbar ausprobiert oder gar berechnet?