Ladeoption 22kW 050

  • Jetzt nocheine weitere Frage.

    Ich möchte zusätzlich noch ein 2. Ladekabel kaufen. Auf muss ich hier besonders achten.

    Es gibt ja scheinbar 1 phasiges und 3 phasiges Kabel. Meine Wallbox ist eine 22kW.

    Ihr merkt schon, dass ich noch nicht viel Ahnung von dieser Materie habe, sorry.

  • du brauchst ein 3-phasiges Kabel. Wenn dein Auto nur 11kW laden kann, reicht auch ein entsprechendes Kabel für 11kW. Diese sind meist günstiger und durch das geringe Gewicht (kleinerer Querschnitt) auch besser zu händeln. Willst du mit max. 22kW laden, musst du auch ein 22kW-Kabel kaufen.

    Bleibt das Kabel an der Box oder musst du es jedesmal wegräumen?

    Für Wegräumen und easy-Handling empfehle ich sowas:

    Helix Ladekabel Typ 2 (11 kW) 5m, orange | 5555935013
    Artikel-Nr. 5555935013 - Mode 3 - 20 A 3-phasig   Für das Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen DAS HELIX® LADEKABEL VON LAPP mit 5 m Auszugslänge ermöglicht…
    lappmobility.lappgroup.com

    Gibt es auch für 22kW...

    EV4 GT-Line fast voll (nur ohne Glasdach), dafür mit AHK

    Einmal editiert, zuletzt von passra ()

  • Ja es ist so, zu Hause habe ich eine 22kW Wallbox und da wird mehrheitlich geladen.

    1-2x in die Ferien.

    Hast du bei deinem Haus oder Mehrfamilienhaus überprüft ob du technisch so viel Strom ziehen kannst? Du sagst dass du ein Neuling bist aber schon eine Ladestation installiest hast ;)

    ich mag mich an folgendes erinnern: Als wir letztes Jahr unser Wallbox installieren liessen in einer Tiefgarage im Miteigentum für 8 Häuser mit 16PP, meinte der Elektriker eine Wallbox (11kW) würde gehen, aber schon bei einer zweiten würde das Lastenmanagement die Aufladeleistung etwas zurückschrauben. Damit alle Haushalte genügend Strom haben, wie auch unser gemeinsame Wärmepumpe. So hatte es mir meine Frau erzählt, da Sie sich um das Thema gekümmert hatte.


    Ja in der CH meldet der Elektriker die Ladestation beim Netzbetreiber an. Ob es da einen Unterschied von 11 zu 22 kW gibt weiss ich nicht.

  • Wir sind in einer Überbauung mit 13 Eigentümer einer Reihenhaussiedlung. In der Tiefgarage mit 13 Einzelgaragen wurde eine Ringleitung gezogen. Momentan wurden 3 Wallboxen mit 22kW installiert. Später können sich noch weitere Eigentümer eine Wallbox installieren lassen. Vor 2 Monaten

    waren wir noch weit entfernt ein E-Auto zu kaufen. Jetzt freuen wir uns auf März/April

    das neue Familienmitglied begrüßen zu dürfen. Daher meine Fragen die vielleicht für viele fragwürdig scheinen.

    Es Grüessli Aschi

  • Ich denke, es kommt darauf an, wie "dick" die Zuleitung für die WallBow-Anlage ist.


    Wir haben vor 1,5 Jahren unsere komplette Hausunterverteilung erneuern "müssen", um die Möglichkeit von vier Wallboxen in vier Einzelgaragen zu nutzen. Der örtliche Versorger hat uns ein Lastmanagement vorgeschrieben und eine Erhöhung Leistung bei der Hauszuleitung empfohlen.

    Wir haben dann zum Haus (Sechs Parteien) eine neue Hausleitung bekommen, die über den üblichen Wert hinaus um 4 x 11 kW "erhöh"t wurde. Am neuen Verteilerschrank wurde ein seperater Stromzähler und das besagte Lastmanagement installiert. So können jetzt vier Fahrzeuge gleichzeitig mit 11 kW geladen werden und das Haus hat trotzdem noch genug Strom. (So weit die Theorie). 22 kW-Wallboxen werden zur Zeit in unserer Gemeinde nicht (mehr) genehmigt.


    Wenn Ihr in Eurer Siedlung schon solche Überlegungen seitens der Gemeinde stattgefunden haben und die "Zuleitungen" dafür ausgelegt werden, solltest Du dem Stadtrat danken. ;) Und wenn es dann noch 22 kW gibt (die auch tatsächlich genutzt werden können), dann "beide Daumen hoch".

    2014-2020 Kia cee´d Spirit, deluxeweiß met, DSG, Panoramadach

    2019-2025 Kia ProCeed GT, trackrot, DCT, Panoramadach

    seit 14.05.25 - EV3 GT-Line ivory Silber Metallic mit P9, P10, P11 und AHK

  • Da die 22 kW Frage von einem "Einsteiger" kam und diese vielleicht auch für andere Einsteiger interressant ist, fasse ich hier mal die bisherigen Antworten zusammen und ergänze noch ein paar eigene Überlegungen. Vielleicht hilft diese kleine Übersicht weiter.


    - mit einem 22 kW AC-Lader und entsprechender 22 kW Wallbox/Ladesäule halbiert sich die maximale Ladezeit. Beim großen Akku von ca. 8 Std. auf ca. 4 Std. Beim kleinen Akku von ca. 6 Stunden auf ca. 3 Stunden. Natürlich nur, wenn der EV3 den 22 kW Lader verbaut hat. Standard sind 11 KW beim EV3.


    - Wer eine eigene Wallbox daheim hat, dem reichen in der Regel locker die 11 kW. Es mag Fälle geben, da will man so schnell wie möglich nachladen, aber dann ist der DC-Lader die bessere, weil schnellere Option. Oder ich "plane" für die Zukunft die Anschaffung eines Autos, bzw. Akkus mit weit mehr als 100 kWh und ich habe nur kurze Zeitfenster daheim, dann könnte eine Wallbox mit 22 kWh sinnvoll sein.


    - Wenn nur öffentlich geladen werden kann, kann die 22 kW Option ebenfalls sinnvoll sein (kürzere Standzeit wg. möglicher Blockiergebühr). Die meisten öffentlichen AC-Säulen haben eine Gesamtleistung von 22 kW. Die bringen einem aber nichts, wenn beide Ladepunkte des AC-Laders belegt sind. Dann werden die 22 kW auf beide Autos aufgeteilt. Heißt, der eigene Wagen bekommt nur 11 kW, obwohl er 22 kW könnte.


    - Stichwort Akkugesundheit: Dem Akku sind 11 oder 22 kW Ladeleistung relativ egal. Diese sich daraus ergebenden Ladeströme machen ihm nichts aus. Egal ob 58 kWh oder 81 kWh Akku.


    - Kosten: Die 22 kW Wallboxen sind in der Anschaffung in der Regel etwas teurer. Die weitaus höheren Kosten können durch eine neue Hauszuleitung und/oder Hausunterverteilung entstehen. Zudem wird der EV3 in der Anschaffung teurer.


    - In Deutschland müssen 11 kW Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden. Die Anmeldung kann man selbst erledigen. Eine Genehmigung seitens des Netzbetreibers ist nicht notwendig. Die 22 kW Wallboxen müssen vor der Installation angemeldet und vom Netzbetreiber genehmigt werden. Zudem müssen diese durch den Netzbetreiber gesteuert werden können. Heißt, sie müssen bei Bedarf vom Netzbetreiber gedrosselt werden können.


    - Bei 11 kW AC-Ladeleistung reicht ein dreiphasiges Kabel mit 16 A oder 20 A Codierung. Besser ist die 20 A Codierung. Ich hatte es selbst schon erlebt, dass eine ältere Säule ein 16 A Kabel "ignoriert" hat. Ein 11 KW Kabel ist dünner und leichter als ein 22 KW (32A) Kabel und damit handlicher. Ein 22 kW Kabel funktioniert natürlich auch beim 11 kW Lader. Wenn das Auto einen 22 kW-Lader hat, ist dementsprechend ein 22 kW Kabel für die volle Ladeleistung nötig.

    Auf keinen Fall ein einphasiges Kabel kaufen.