Beiträge von rainmaker

    Bei den alpitronic Säulen gibt's definitiv unterschiedliche Einstellungen.

    Hier gibts eine Säule die war 100kW zusammen, zwei Autos hatten jeweils 50kW, aber einzeln auch nicht mehr als 50kW. Mittlerweile wurde das umgestellt und ein einzelnes Auto kann jetzt 100kW laden, wenn dann ein zweites Auto kommt geht's wieder auf 50kW runter.

    gut möglich, daß die jetzt bei der Erstverhandlung die 100kW behauptet, auch wenn sie es aktuell nicht kann.


    Wäre ja generell eigentlich ein guter Ansatz das auszuhandeln was "solo" möglich wäre, aber dann bei Doppelbelegung seitens der Säule eben limitiert wird. Das würde dann ohne Neuverhandlung eine Leistungssteigerung ermöglichen.... macht Sinn. (Danke für den Input)

    Bei der KI bin ich mir da nicht sicher, ob da nicht doch die ständige Anpassung (Reduktion) durch das Auto gemeint ist.
    Stille Stunde dafür werd ich mir aber nicht gönnen, denn wie gesagt: keine Einflußnahme. Zwar weiß ich auch gerne was los ist (als Techniker) aber am Ende titelt das dann doch unter "unnützes Wissen". Ich würde Wissen halt gerne auch in Nutzen umwandeln können und wenn das nicht geht, schwindet meine Motivation :saint: .

    gerne höre ich aber von Deinen Forschungsergebnissen :)

    .....

    2. Equal Distribution - Faire Share (empfohlen)

    Die Säule prüft permanent die Anforderungen der Autos und regelt dementsprechend die Leistung. Soll heißen, ein Wagen benötigt aufgrund des SOC weniger Leistung, dann wird diese dem anderen Wagen zur Verfügung gestellt. Bzw. das nächste Modul dem anderen Wagen zur Verfügung gestellt.


    Mein Verständis ist eher daß der Wagen selber aufgrund SoC etc. seine bevorzugte Ladeleistung bestimmt. Also vom der angebotenen Leistung dann nur einen Teil benutzt.
    Wie Gartenschlauch. Es wird anfangs der Schlauchdurchmesser und der Druck ausgemacht und ob Du (das Auto) vorne die Düse zudreht, das ist der Säule egal. Aber mehr als bei dem Druck in der Schlauchgröße durchgeht gibts nicht, auch wenn der 2. Schlauch frei wird.
    Dann eben neu verhandeln und einen dickeren Schlauch / mehr Druck ausmachen und dann dem nachher kommenden den Rest erlauben :)


    Wie gesagt: Einflußnahme ist reduziert und egal ob man es versteht oder nicht (ich bin mir ja auch nicht sicher) - es ändert nichts.

    Die Säule weiß ja zu dem Zeitpunkt was ihr Maximum ist. Der bereits ladende EV6 hat 200kW bekommen womit dann 100 frei geblieben sind für den EV3, die der dann auch "reserviert" hat.

    Downgraden geht - macht das Auto ja selber eigenständig (Akku-Ladekurve, ab 70% langsamer, ab 80% noch langsamer etc.). Aber das bei der Initialisierung "Kommunkation mit dem Auto" -oder was immer da angezeigt wird anfangs Maximum - das ist Gesetz.

    Eine Wallbox kann ja auch vom Auto runtergeregelt werden, aber das eingestellt Maximum wird nicht erhöht.

    D.h. in Deinem Beispiel oben ist die 100kW die ausverhandelte-Maximal Leistung und die darf das Auto nach eigenem Ermessen passend zu SoC, Temperatur auch drosseln - aber nie übersteigen.

    Überblick behalten ist relativ, denn: da man darauf keinen realen Einfluß hat, ist es eigentlich auch unwesentlich, ob man die Hintergründe versteht oder doch nicht.
    Das einzige was man da tun kann grundsätzlich: freie Säulen suchen oder, wenn man unbedingt schneller Laden will/muß, dann einen 2. Ladevorgang starten, wenn der 2. Nutzer fertig ist und wegfährt.

    Alles andere dahinter macht nur Kopfweh :)


    Und wie erklärt man das Otto-Normalverbrenner, der Umsteigen will und sich nicht mit der Technik und deren Umsetzung auseinandersetzen kann und will?

    Das Lastmanagement ist doch keine Raketenwissenschaft, das muss doch anders zu regeln sein. Oder erwarte ich da zu viel?

    Dem Ottonormalverbraucher wird das mit einem "das ist halt so" erklärt :)
    Richtiges Lastmanagement setz eine laufende Datenkommunikation zwischen Quelle/Senke vorraus und das bildet allein schon der Stecker mit seinen Pins nicht ab. dazu kämen dann noch Kompatibilitätsanforderung an alle Autohersteller + alle Ladesäulenhersteller.
    Das Smartmeter meines EVUs kann auch nicht mit meinem WR kommunizieren und immerhin wären da schon mal Schnittstellen vorhanden. Und die (In-)Kompativilitätslisten von div. WR Hersteller, Smartmetern und on top noch Akkuherstellern sind ebenfalls lange, weil es eben zuviele Protokolle und Implementierungen gibt.
    Das alles wollte man (vermutlich) sich beim E-Auto ersparen und hat es bewußt "dumm" gestaltet, also praktisch analog. Ein PWM Signal (das ich als analog sehe in dem Fall) gibt die max. Ladeleistung vor - und fertig.

    Bedenke: wir stehen eigentlich noch am Anfang. Der eSoul einer Freundin ist jetzt (erst) 10 Jahre alt und: hat einen Chademo Stecker. Such mal Ladesäulen dafür !

    rainmaker

    Würde bedeuten, kurz vor mir steckt ein Porsche Taycan an und zieht etwa 270kW.

    Dann komme ich und stecke an. Was kriege ich dann, 30kW?

    Das wäre aber nicht im Sinne des Erfinders.

    Oder regelt er dann auf 2/3 zu 1/3 runter? Und warum bekommen ich dann, wie in meinem ersten Fall, 89KW oder teilweise sogar weniger (75kW)?

    nicht zwingend, denn die ausgemachte maximale Leistung drosseln geht ja. D.h. wenn wer 270kW zieht und Du ansteckst frisch kann (theoretisch) DEine Ladeleistung auf max 128kW eingestellt werden und der ander damit auf 170kW reduziert werden. Die Ladeleistung wird ja auch vom SoC abhängig reduziert. Das Limit ist aber das am Anfang ausgehandelte Maximum.

    Wie genau das die einzelnen Ladestellenhersteller es umgesetzt haben kann ich nicht sagen natürlich. Aber ein "der andere steckt ab und ich kriege damit automatisch wieder mehr Strom"... scheint mir technisch fragwürdig aufgrund der initialen Aushandlung der max. Leistung.

    Da die Aushandlung des maximalen Ladestromes am Anfang passiert, bevor der Ladestrom dann durchgeschalten wird gibt es keine Anpassung mittendrinn. Damit bleibt der maximal ausgehandelte Ladestrom erhalten - bis neu verhandelt wird, stromlos - also bei einer neuen Ladesitzung.

    Das "deuten" können ist fürchte ich eine Fall für eine "KI" Anwendung, die mal Sinn macht. Aktuell muß ein Entwickler an alle Situationen denken, die eintreten können und die dann entsprechend in Code umsetzen.

    Bei uns In Wien hingegen gibt es z.b. die A23 - eine Stadtautobahn bei der ein rechts überholen kein Thema ist. Die ist immer voll und da fahren die einzelnen Spuren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Mal geht es ganz links pltzlich zäher und man wäre auf den rechen Spuren autoamtisch schneller. Da jetzt zu verzögern um nicht "rechts zu überholen" würde ganz leicht einen "Stau aus dem nichts" provozieren können und geföhrlich obendrein. Also müsste so eine Codierung auf Basis der Kartendaten dann Ausnahmen kennen und wir alle wissen, wie toll die Kartendaten sind!

    Nein, lieber denke ich noch selber mit und bremse ihn dann ein, wenn er rechts überholen will, wenn es wirklich nicht anders geht und sein darf.
    Es ist auch ein Unterschied zwischen rechts überholen und auf der rechten Spur einfach schneller zu fahren, weil die rechts Spur eben stockt oder einer langsamer wird. Das kriegt man in Code nicht gebacken...