Vorgestern nachmittags, strahlend sonnig): auf der 100kmh Bundesstraße, mit einmündender Straße, einer meint sich noch reinpressen zu müssen (nicht wirklich gefährlich) - aber, weil ich es bisher noch nie getestet hatte: Ich habe gehupt (um mal zu hören wie die klingt) - Ergebnis: das Frontkollisionsradar hat sofort den Dienst quittiert!
(paar 100m weiter hat es sich wieder aktiviert).
Also just wenn eine Gefahrensituation ist steigt es aus?
Nein. Es ist ausgestiegen nachdem du gehupt hast. Nicht weil es eine Gefahrensituation war. Wenn du Zeit zum Hupen hast, hast du auch Zeit zum Bremsen, denke ich jedenfalls. Du berichtest doch davon, dass es nicht gefährlich war und du die Sache im Griff hattest. Es handelt sich um ein ASSISTENZsystem. Nicht um autonomes Fahren. Du bleibst verantwortlich.
Und genau hier liegt auch das Problem. Habe das selbst gestern erlebt. Habe mich vom System schön in der Spur halten lassen, Kilometer um Kilometer auf der Landstrasse. Dann plötzlich, eine lang gezogene Kurve, am Scheitelpunkt eine Kreuzung. Die Fahrbahn wird breiter, es öffnet sich eine Abbiegespur. Genau im Kreuzungsbereich fehlen die Linien und mein System steigt aus und der Wagen fährt gerade, also nach links aus der "fiktiven" Spur. Sanft nach rechts gelenkt und es hat gepasst.
Es ist einfach so, man kann sich auf diese Systeme nicht verlassen. Jetzt kann man fragen wozu dann der Aufwand? Ich denke weil diese Systeme in Momenten der Unachtsamkeit das richtige tun können. Wenn ich plötzlich niesen muss muss, hält mich das System in 95% der Fälle in der Spur.