Es geht ja um längere Standzeit! Also ein paar Wochen stehen lassen etc. Und da ist ein Akkustand von um die 60% eben optimal.
Wenn Du täglich fährst und wirklich den vollen Akkuinhalt nutzen willst, dann ist auch ein 100% am Morgen und dann Abfahrt längerfristig kein Thema.
Es geht ja auch dabei um die theoretischen Vorteile, die gewisse Ladezustände eben haben. Physik & Chemie sind eben nicht verhandlungsbereit.
Ein 100% gefüllter Akku steht nun mal bei so 4,1- 4,2V Zellspannung. D.h. die Feldstärke, die Proportional zur Spannung ist, ist am höchsten, was die Materialien eben mehr streßt.
Auch hat die Entladetiefe (DoD) einen mechanischen Einfluß. Beim Laden dehnt sich die Zelle aus und das nicht linear (siehe Beilage) und dieser mechanische Streß ist eben auch nicht förderlich. Und die geringsten Volumenänderungen gibts eben um 60% herum, daher ist eine Nutzung von 50-70% eben am Schonensten. Bei 80% ist der mech,. Streß dan zwar schon ausgereizt, dafür steigt der elektrisches Streß entsprechend.
D.h. WENN man die Kapazität (und damit Reichweite) seines Akkus möglichst lange erhalten will, dann ist darauf acht gegeben soweit möglich eben hilfreich. Und wenn man bei 100.000 km mit 85-90% SoH auch zufrieden ist, dann ist's auch gut.
War bei Verbrennern aber früher auch nicht viel anders. Kaltes Öl und hohe Motordrehzahlen ? = Gift, vor allem für den Turbolader. D.h. solange das Öl nicht auf Temperatur war bin ich nur bis 1800Umin (Diesel) gegangen. Wo andere dann schon ölsaufende Motoren und defekte Turbolader hatten, bin ich immer noch problemlos gefahren.
Die Frage ist eben: stört mich ein erhöhter Verschleiß von irgendwas - oder nicht.
Muß jeder für sich selber wissen.
Jedenfalls: den Wagen für ein paar Wochen bei einem mittleren SoC stehen lassen statt bei 90% oder 20% sollte kein allzugroßer Aufwand sein. Vorher auf 60% SoC laden (Der Wagen beendet ja eh von selber) und fertig.