Der Kia "schreit" schon bei 30% Ladezustand nach Strom. Das entspricht bei mir um die 24kWh Energie im Akku und das ist mehr als meine ZOE überhaupt bei voller Ladung hatte. Damit bin ich aber auch bis Athen gefahren. Also Erster Rat: Lass dich nicht nervös machen von dieser Warnung, da gehen noch locker 100km mit Wohnwagen hinten dran. Also ruhig Blut.
Planung ist gut, aber Flexibilität ist besser. Der Kia fährt laut Angaben 600km am Stück. Das aber wirst du mit 70+ nicht schaffen oder wollen. Wenn also eine Pause ansteht, dann sollte der Beifahrer gleich mal suchen gehen wo man die Pause mit Nachladen denn nun macht. Weil eine Pause ohne Ladung, nur weil man einen Kaffee braucht und dann 150km später wegen der Ladeplanung stehen zu bleiben ist verschwendete Lebenszeit. Um nun entspannt zu reisen, sollte auf der Langstrecke der Beifahrer noch mitarbeiten. Hier ist es noch nicht ganz so toll wie beim Benzin wo man den Preis schon an der Raststation sieht bevor man runter fährt. Aber auch dass wird noch kommen.
Es ist auch wichtig, die Planung während der Fahrt im Blick zu halten. Also immer im Navi die nächste geplante Ladepause einprogrammieren und nicht das Ziel am Ende des Tages. Dann kann man immer die Restreichweite in der Anzeige mit der Kilometer Angabe im Navi vergleichen. Es kann vorkommen, wegen Wind, Steigung oder was auch immer, dass der Stromverbrauch höher ist als geplant, Wenn dem so ist und man sieht unterwegs dass die Reichweite langsam aber sicher unter die Kilometerangabe des Navi kommt dann muss man kurz mal nachdenken. Entweder überquert man ein Gebirge und man kann davon ausgehen, dass es nach den höchsten Punkt auf der Teilstrecke wieder besser wird, oder dass man vielleicht doch langsamer fahren sollte oder dass man wegen dem Wetter nun doch früher laden sollte. Das geht alles recht Stressfrei wenn man nicht voll am Gas bleibt und mit Gewalt den Plan einhalten möchte.
Alternativ kannst du dir natürlich schon vorher einige Ladestationen auf der Strecke raus suchen, muss aber eigentlich nicht sein, wenn es einen geschulten Beifahrer gibt.