Beiträge von EVdriver

    Ich habe Eure Diskussion um reale und erfolgteReichweite verfolgt und bin doch überrascht wie blauäugig oder unwissend hier einige unterwegs sind.

    Das WLTP Verfahren hat eine Dauer von 30 Minuten, eine Strecke von 23 Km bei 23 Grad Außentemperatur (Siehe Tabelle unten).

    Die Verbrauchswerte aus der Preisliste geben auf der Autobahn mit 19“ und großem Akku 21,2 kWh an,

    dies laut WLTP mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 94 Km/h. Dazu kommt die errechnete maximale Reichweite von 563 km bei 19“ Bereifung (603 bei 17“)

    Dem Kunden ist es doch völlig egal, wie die WLTP errechnet wird. Dem Kunden wird versprochen, du kommst mit dem Auto 600km und der Kunde merkt am Ende, er kommt aber nur 290km. Was soll das denn anderes sein als Irreführung des Kunden? Wie wäre es einfach mal mit Ehrlichkeit dem Kunden gegenüber? Nicht jeder ist ein Autoexperte und hat die Zeit sich vorher so intensiv mit der Technologie auseinanderzusetzen. Muss man bei Benzin, Diesel oder Gas ja auch nicht. Da setzt man sich rein und fährt los. Wie gesagt, der Diesel meiner Frau 5,3-5,7l kombiniert laut WLTP. Realverbrauch über 15.000km 6 Liter. Selbst wenn ich von 5,3 ausgehe ist die Abweichung zu WLTP 13%. Das wären auf die 600km bezogen 522km Reichweite. Niemand würde da irgendwas sagen.

    Ich frage mich, ob sowas bei anderen Dingen auch so locker gesehen wird? Wenn ich einen Mähroboter kaufe für meinen 400m2 Rasen, weil der Hersteller damit wirbt, der Roboter ist für 600m2 Fläche ausgelegt, aber nach 300m2 ist Schluss und der der Rest des Rasens bleibt ungemäht. Der Hersteller sagt dann aber, ja wenn wir gewusst hätten, du hast da 3 Steine im Garten liegen und etwas Gefälle und dann auch noch im Winter, dann war ja klar, dass der Roboter nicht ausreicht.

    Auch damit hätte ich kein Problem, wenn es vorher entsprechend kommuniziert wird. Das Stichwort ist einfach Ehrlichkeit und der Kia Händler hat mir auch im Winter ganz andere Reichweiten versprochen.

    Wenn hier jemand enttäuscht ist oder sich getäuscht fühlt wenn er bei 10 Grad Temperatur,130Km/h Geschwindigkeit eine Reichweite von 560 Km erwartet sollte sich mal näher mit seinem eigenen Weltbild befassen…..

    Vielleicht sollte man alles und dies sinnerfassend lesen, bevor man so einen Spruch hier raus haut. Niemand erwartet so etwas und was das ganze dann auch noch mit dem Weltbild zu tun haben soll, weiß auch nur der Verfasser alleine.

    Sind die 24.14 kWh/100 km vom BC abgelesen, bzw. ohne/mit Ladeverlusten?


    PS: Ist dieser 1200-km-Verbrauch überhaupt mit den anderen 11-tkm-Durchschnittsverbrauch vergleichbar vom Fahrprofil?

    Nein, die habe ich selber ausgerechnet mit 80% Akku (100% bei Start, 20% bei Ankunft). Daher habe ich die geladene Energie unterwegs genommen plus 60kWh für die 80%. Ladeverluste kann ich nichts dazu sagen, damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.


    Fahrprofil passt schon so vom Durchschnitt her. Fahre überwiegend Autobahn und dann da Tempomat auf 130.

    Daher nutze ich auch den "WLTP-Wert im Prospekt" nur als Orientierungshilfe bei der Auswahl des jeweils "Neuen".

    Das geht mir ja ganz genau so und es ist ja klar, dass es sich da um Werte handelt, die man in der Realität nicht erreichen kann. Wenn ich 600km WLTP Reichweite lese, gehe ich davon aus, dass ich zum Beispiel meine Familie, die etwa 560km entfernt wohnt, realistisch mit einem Ladestopp erreichen kann. Das war zumindest meine Erwartungshaltung. Damit habe ich auch überhaupt kein Problem. Beziehungsweise habe ich etwa 140-150km Arbeitsweg täglich und da erwarte ich zumindest 2 Mal fahren ohne laden und einen Preisvorteil gegenüber einem Verbrenner beim Verbrauch.

    Das war jetzt zumindest meine Erwartungshaltung. Nun ist es ja so, dass der EV3 mit dem großen Akku schon eine sehr hohe WLTP Reichweite hat. Ich frage mich nun, was mit Fahrzeugen ist, bei denen die WLTP Reichweite eh nur um die 300km liegt, da gibt es ja auch einige am Markt. Da reicht es im Winter ja gerade einmal zum Brötchen holen, überspitzt gesprochen. Entweder sind die näher an WLTP als der EV3 oder reine Spielzeugautos (wenn man ja auch den entsprechenden Anschaffungspreis berücksichtigt).

    Was wird es bei a) mit dem Diesel so nicht geben?

    Und b), ja DU wohnst in der Ebene, aber nicht alle. Und du berichtest von deinen Alltagserfahrungen.

    Ich z.B. wohne auch in der Ebene. Und alle meine Verbrenner hatten im Stadtverkehr deutlich mehr verbraucht.

    Ich berichte natürlich von meinen Erfahrungen. Von was denn sonst und ich halte es für nicht vorstellbar, dass der Verbrauch eines Diesels so stark vom WLTP Wert abweicht. Der Tonale Diesel meiner Frau hat einen Durchschnittsverbrauch laut WLTP von 5,3 - 5,9l und im Stadtverkehr laut WLTP von 6,7 Litern. Bei 30% Stadtverkehr und 70% Autobahn liegt ihr Verbrauch bei 6 Litern seit Mai und 15.000 km. Die von dir aufgeführten 11 Liter statt der angegebenen 6 halte ich für nicht realistisch. Mein alter 308 SW Diesel, den ich vorher hatte, hatte nach über 100.000km einen Durschnittsverbrauch von 5,6 Litern und ich habe mich auf der Autobahn ganz sicher nicht auf 130 beschränkt sondern bin im Durchschnitt eher 150 - 160 gefahren, wenn es möglich war. Ich weiß auch nicht, warum man hier immer gleich Verteidigungshaltung annehmen muss. Ich berichte hier von meinen persönlichen Erfahrungen und will niemandem etwas Böses. Bei meinem Fahrprofil mit den Kilometern, überwiegend Autobahn und maximal 130km/h ist der EV3 im Winter für mich persönlich ein untaugliches Fahrzeug und die Angaben zum Verbrauch und Reichweite sind so meilenweit weg von den Angaben des Herstellers, dass ich das Fahrzeug nie genommen hätte. Im Sommer toll, aber ich fahre etwa 25.000km im Jahr und brauche eben das ganze Jahr über ein zuverlässiges Fahrzeug. Ich habe mich bewusst auf das Experiment BEV eingelassen und für mich ganz persönlich ist es im Winter gescheitert. Damit muss ich jetzt noch 2,5 Jahre klarkommen und sehen, wie sich die Technik entwickelt oder dann zurück zum Diesel.

    Wenn ein Diesel mit einem (WLTP) Verbrauch von 6 Liter pro 100km angegeben ist und dieser im reinen Stadtverkehr im bergischen Land sich im Winter um die 9-11 Liter auf 100 km gönnt, ist das dann auch Betrug?

    In meinen Augen ganz klar ja und a) wird es das so nicht geben, besonders beim Diesel nicht und b) wohne ich nicht im Bergischen Land sondern in der Münchner Schotterebene und es ist dort topfeben.