Alles anzeigenDie hohen Verbräuche sind halt jetzt gerade spürbar.
Aber mal ganz ehrlich: Im Sommer hatte mein TDI 4,5 Liter verbraucht. Jetzt im Winter beim Pendeln 6,5 (und ich friere die ersten 2 Kilometer). Das sind über 35% mehr Sprit bei weniger Luxus.
Es ist halt eine Frage, wie man Langstrecke / Kurzstrecke balanciert, und man sollte sich bei einem ernsthaften Vergleich wirklich mal den Taschenrechner rausholen und mit gängigen Verbrennern vergleichen.
Beispiel: Ich hatte vorgestern mit unserem EV3 140 Kilometer gefahren bei ca. 20 kWH/100. Ganz normales Tempo. Auf der Autobahn durchaus mal 120 und zum Überholen 130. Landstraße und Stadt waren auch ein paar Kilometer dabei. Im Vergleich zu den WLTP 16,2 kWH sind das ca. 25% mehr. Da sehe ich auf der Kurzstrecke den absoluten Vorteil beim EV3. Auf der Autobahn hätte der Diesel im Vergleich wohl etwa 10% mehr Verbrauch, WENN er warmgefahren ist. Auf den 2 Kilometern, die meine Frau zum Einkaufen fährt, hat er aber bei Kaltstart fette 9 Liter Verbrauch im Winter. Das sind 100% mehr Verbrauch als die 4,5, die er sonst bei braver Fahrweise schafft. Ja nee, is klar. Über die Stickoxidwolken bei kaltem Motor und den verstopften Partikelfilter will ich jetzt gar nicht reden.
Also: Wir sollten echt aufhören, über die Winterproblemchen mit unseren EV's zu jammern. Elektroautos lassen den Mehrverbrauch im Gegensatz zum Verbrenner eben nicht beim Warmfahren liegen, sondern bei Heizung + Akkupflege. Deal with it.
Haben ja auch noch Diesel-Fahrzeuge in der Familie. Es ist einfach die alte (dreckige) Technik mit der wir aufgewachsen sind, welche noch übergangsweise genutzt wird aber über die man sich aber nicht mehr mit technischen Vergleichen aufhalten sollte. Die Diskussion Tastenhandy vs. Smartphone hat mich und mein Umfeld auch beschäftigt, daran, es öfter zu laden, haben wir uns mittlerweile alle gewöhnt.