Unser EV3 (große Batterie, seit 10. November) steht auf einem offenen Stehplatz vor dem Haus unmittelbar vor der Wallbox. Unabhängig von der Außentemperatur zieht der Wagen ca. 10,5 - 10,7 kW (laut Auswertung der Wallbox und der des intelligenten Messsystems aka "Smartmeter").
In der letzten Zeit habe ich ein paar Mal bei ca. 1 - 6 Grad von 20 - 30 % auf 80 % geladen. Der Wagen zieht auch da beim Laden bis auf manchmal vorhandene kurze Absenkungen (auf minimal 10,3 kW) nahezu durchgängig die 10,5 kW. Ein Laden von 30 auf 80 % (ca. 40 kWh) ohne Ladeverluste würde normalerweise eine Ladezeit von knapp 4 Stunden bedeuten. Bei den derzeitigen Temperaturen dauert es so wie am Dienstag für 50 % knapp 5 Stunden (KORREKTUR: Es sind 4:16 Stunden). Die Grafik zeigt die Energiewerte der Easee-Wallbox beim Laden am Dienstag dieser Woche.
Ich habe allerdings keine Vergleichswerte bei "warmem" Wetter. Ich weiß also nicht, wie hoch die Ladeverluste (AC/DC-Wandlung etc.) bei warmem Wetter sind und ob die derzeitigen Ladeverluste normal oder höher durch die niedrigen Temperaturen sind.
Die Temperaturen (1 - 6°C) scheinen keinen merkbaren Einfluss auf die Ladeenergie zu haben. Der Ladeverlust könnte "normal" sein, höher aufgrund der niedrigen Temperaturen (bei denen in der Batterie zusätzlich Ladeverluste entsteht) oder höher aufgrund eine angesprungenen Batterieheizung sein (die nach und nach runtergeht während die Batterie wieder "normaler" wird.
Zusammengefasst: Ich kann nicht feststellen, ob aufgrund der Temperaturen um 1 - 6 °C höhere Ladeverluste entstehen. Vergleichsmessungen bei warmen Temperaturen könnten das zeigen (aber auf diese muss ich noch warten). Und wenn die Ladeverluste höher sind, weiß ich nicht, ob sie durch das "kalte Laden" oder durch eine anspringende Batterieheizung verursacht werden (und in welchem Umfang). Vielleicht schafft eine OBD-Auswertung da bessere Einblicke (und vielleicht hole ich mir mal dazu etwas).
AC-Laden-EV3-niedrige-Temperaturen.jpg