Beiträge von Jolante50

    Ja, die LiFePo4 Batterien gelten als sicher, bei mechanischen Schäden entstehen zwar auch Kurzschlüsse in den Zellen, aber es wird kein Sauerstoff freigesetzt, so dass es keine größere Brandgefahr gibt. Die Batterien vertragen nach einschlägigen Aussagen eine ständige 100 % Ladung ebenso gut, wie länger andauernde Teilladungszustände. Zudem lassen sie sich bis auf ca. 10 % Restkapazität tief entladen ohne an Leistungsfähigkeit zu verlieren. Bei Tiefentladung sollte man sie aber nicht über längere Zeit stehen lassen.

    Einziges Problem: bei Minustemperaturen darf man sie nicht laden, sonst gehen sie kaputt. Bei modernen Batterien verhindert das das installierte Batterie Management System (BMS). Entladen ist auch bei tiefen Minustemperaturen kein Problem.

    Für mich steht eigentlich nur die Frage im Raum, welche Amperezahlen beim Starten des Fahrzeugs (= der Elektronik) gezogen werden. Gibt es Informationen dazu?


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Frank,

    sorry, aber ich muss noch einmal nachfragen, warum eine LiFePo4 Batterie als Ersatz für die AGM- oder Blei-Batterie nicht geeignet sein soll.

    Hintergrund: In meinem Wohnmobil habe ich als Aufbaubatterie 2 Bleibatterien gegen eine LiFePo4 Batterie getauscht, ohne sonst hinsichtlich Aufladung irgend etwas zu verändern. Zusätzlich ist eine Photovoltaik installiert, die die Batterie in Standzeiten eigentlich immer zu 100 % geladen hält. Mir wurde erklärt, dass das der Li-Batterie nicht schadet. Es gibt eher das Problem, dass die auf Blei eingestellten Ladekurven die Li Batterie nicht zu 100 % laden würde - das erledigt erst die Photovoltaik.

    Die normale LiFePo4 Batterie ist allerdings zum Starten eines Verbrenners mit den kurzen aber extrem hohen Strömen nicht geeignet. Aber diese Situation haben wir ja bei einem BEV nicht, oder täusche ich mich da?


    Viele Grüße,

    Michael