Beiträge von SKL

    Alles richtig :)


    Eine LFP als 12V Ersatz ist aber wegen der notwendigen Heizung vergleichsweise aufwändig und ist damit kein günstiger Ersatz. In Premium Marken (ich glaube Porsche hat LFPs als 12V Batterie) wird es aber gemacht.


    Das tut "unser" Kia aber nicht und damit fällt der Punkt "LFP als Esatz" nehmen in unseren Breiten weg. In Australien gibts aber welche, die ihre Kias damit umgerüstet haben.

    LFP als 12V (Nicht Starterbatterie!) wird beim relativ billigem Tesla und einigen Chinesen eingesetzt. VW/BMW meines Wissens bei den neueren Plattformen, Die gängigen Chinesen-BMS haben die Heizfunktion alle mit integriert, die Heizfolie kostet auch nicht viel. Aber teurer als ein mieser Rocket-Bleiakku ist LFP im Einkauf allemal. Zumal der defekte Bleiakku nicht unter die 7 Jahre Garantie fällt. Bingo! Auffällig ist daß mein Auto mit LFP-12V stehen kann bis zum schwarzwerden und kein Prozent vom Fahrakku verliert.


    Als Starterbatterie gibt es wohl Exoten im Sportwagenbereich die sowas haben.


    Ein 1:1 Austausch im Kia gegen ein LFP Replacement ist auch aus meiner nicht denkbar. Das muss (ladetechnisch) eindesigned werden.

    Ich möchte einiges "sachlich" vervollständigen damit kein gewollt oder ungewollt falsches Bild entsteht.


    1) Auch ein LFP Akku ist ein Li-Ion Akku. Li-Ion ist ein Überbegriff , LFP (ausführlich LiFePo4) eine bestimmte Zellchemie darunter. Also ist die Unterscheidung Li-Ion ODER LFP technisch/sachlich falsch. Entsprechender Sprachgebrauch ist falsch, auch wenn er sich eingebürgert hat. Wer eine einfache Erklärung braucht: Li-Ion = Tier. LFP= Katze, NMC = Hund, NMA = Maus usw.


    2) LFP wird in Fahrzeugen incl. e-Autos seit vielen Jahren (besonders in Wohnmobilen) erfolgreich und zahlreich eingesetzt (nicht als Starterbatterie). Auch in Luftfahrtanwendungen (Airbus, Boeing) werden seit Jahrzehnten NiCd und Li-Ion eingesetzt. Es gibt keinen technischen Showstopper. Die günstige Spannungslage * 4 und flache Spannungskurve über SoC ermöglicht einen direkten Einsatz von LFP am 12V Netz ohne Wandler. Die Problematik des Ladens unter 0°C wird durch eine vom BMS gesteuerte interne Beheizung gelöst (auch im Flugzeug) . Ist die Zelltemperatur zu gering, heizt das BMS aus der Ladepsannung erst vor, bis eine ladefähige Zelltemperatur erreicht ist. Ladeströme und Schutzfunktionen werden vom BMS überwacht und begrenzt. So kann ggfs. eine leere LFP 12V Batterie im E-Auto von außen mit handelsüblichen, nicht speziellen Ladegeräten problemlos angeladen werden. Im schlimmsten Fall der großen Kälte dauert das halt durch das Vorheizen länger. Mit mehr als 30min ist bei -20°C nicht zu rechnen.


    Ein großer Vorteil dieser Technik ist die geringe Selbstentladung und flache Spannungskurve bei Entladung. Somit entfällt das ständige hektische Nachladen des Bleiakkus wie im EV3. Und damit auch der Vampirismus an der Fahrbatterie durch oft aufgewecktes Fahrzeug. Abgesehen davon müssen "andere" nicht das ganze Auto aufwecken um die Batterie nachzuladen. Das ist aber eine Frage der HW-Architektur und wieviel "elektronische Verbrennerhistorie" verbaut ist.


    Natürlich ist es aber auch möglich softwareseitig beliebig viel Unsinn zu programmieren, Egal wie gut der Akku ist.


    Abseits des Batteriethemas was wissenschaftlich-sachliches zum googeln: "buyer's Stockholm syndrome"