Guten Morgen ,
unsere erste große Langstreckenreise mit dem EV3 liegt hinter uns . Die Strecke ging von Erlangen nach Essen und dann weiter Hamburg und zurück via A7/A70/A73 nach Erlangen . Zusammen kamen 1750 km . Verbrauch über die gesamte Strecke 18,5 KWh / 100 km .
Wetter zwischen 10 - 20 Grad . Wenig Wind 1 - 3Bf . Autobahnanteil 90 % , in Essen rund 80 km Stadt/ Land gefahren .
Während der Fahrt, besonders Erlangen - Essen auf der A3 nicht verrückt machen lassen. Bis zum Scheitelpunkt im Spessart geht es mehr oder weniger immer bergauf mit der Senke bei Kitzingen. Im Spessart war der Durchschnitt bei 22,5 KWh /100 km. Nachdem wir Frankfurt Flughafen erreicht hatten war der Gesamtdurchschnitt dann bei 20 Kwh/ 100 km , als wir dann Essen erreicht hatten zeigte der Bordcomputer 19 KWh / 100 km an für die 445 km-Strecke. Insgesamt war die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn um 105 km/ h , wobei ich den Tempomat 120 eingestellt hatte, Zum Überholen kurzeitig mal auf 130 km . Da ich am Ziel mit 40% SoC ankommen wollte, gab es zwei Ladestops mit 15 und 22 Minuten .
Leider hatte ich im KIA-EV-PLaner vergessen die Option "KIACharge" zu deaktivieren , sodass ich zweimal an teure Ladesäulen geführt wurde. ( Die EWego-Ladekarte machte es dann etwas erträglich ) .Nach der Deaktivierung "KIACharge" führte uns der EV-PLaner wie gewünscht über EnBW oder Aral Pulse -Ladestops zum Ziel ab Essen nach Hamburg .
Auf der Rückfahrt von Hamburg nach Erlangen, wollte der EV-PLaner ein Ladestop hinter Fulda. Da der Akku bei 42 % war, fuhren wir durch. Der EV-Planer passte sich dynamisch an, Jedoch war bis Soc15% kein Favort-Ladestopanbieter wohl erreichbar, sodass ich Rhön West an der A7 an einer E.O.N Säule landete. Leistung 100 KW !. Dort standen bereits 2 Fahrzeuge an der Säule. Beide luden ihre Fahrzeuge auf 96 % !. Sie verlängerten also die Ladezeit unnötig fand ich. Bei 80% hätten sie längst weiterfahren können bin ich der Meinung. Also schaute während meiner Wartezeit wann kommt EnBW oder Aral Pulse . Ergebnis 150 km Reichweite nötig. Entsprechend kurz war die Ladezeit für mich dann. Nachdem der Reichweitenanzeige mir anzeigt, dass ich EnBW-Säule problemlos erreiche ging es sofort weiter. Durch die E.O.N Warterei gab es für uns eine unnötige Verlängerung von 25 Minuten .
Fazit für mich als E-Neuling für Langstrecke :
1. EV-Routenplaner die OPtion KIA-Charge deaktiviren und nur die Ladesäulen aktivieren, wo man preisgünstig landen kann
2.Option Ladeleistung > 150 KW . Dann erreicht man beim Laden die volle Ladeleistung mit dem EV3 . Zwischen 20 -70 % lag diese meist zwischen 120 - 126 KW laut Anzeige.
.3 Sind die Ziele im Großstadtbereich wie Essen, Hamburg usw. muss der SoC nicht 40 % betragen bei Ankunft. Da reichen auch nur 15 % glaube ich.
4. Ladestrategie 20 - 80 % ist sehr effizient, um die Ladezeit zu optimieren auf der Reise
5. Ich fahre lieber Ladeparks an mit >150 KW, weil einfach hier die Ladezeit schneller ist und sich auf die Gesamtreisezeit effizient auswirkt .
Die nächste große Tour geht dann ins Vinschgau in ein einsames Seitental dort. Dort wird zumindest der Ankunft Soc deutlich höher sein, habe dort nämlich in der Nähe keinen Schnellader gefunden .
Hotel will 69ct / KWh bei AC-Laden .
Noch ein Wort zu EnBW:
Das Ladenetz von EnBW und AralPulse ist uns besonders positiv aufgefallen von Sauberkeit, Zuverlässigkeit , Möglichkeiten von Verpflegung .
Ja, der Preis von EnBW , wie bei allen Anbietern ist nervig. Eigentlich erwarte ich AdHOC den gleichen Preise wie im ABO .
Negativ:
EnBW, E.O.N Ionity sollten doch die Möglichkeiten schaffen für Scheibenwaschen. Bis auf Aral gab es diesen Service nicht an den Säulen .
Soweit mal meine ersten Erfahrungen als E-Neuling, die sich möglicherweise mit der nächsten Reise ändern können. Der Anfang war jedenfalls sehr positiv .